Teilnehmerstimmen – Ralf Przewosnik

Sicherheitstraining am Campus Annecy der Flugschule Hirondelle mit Alex Schlink, Christa Vogel und Jürgen Kraus im Mai 2014 am Lac d‘ Annecy in Frankreich

Im Jahr 2003 habe ich mit dem Grundkurs fürs Gleitschirmfliegen angefangen und bin seit der Zeit um den A, B, und Windenschleppschein zu machen schon in vielen verschiedenen Flugschulen gewesen. Aber es hat mich fliegerisch noch nie ein Kurs so viel weiter gebracht und dabei so viel Spaß gemacht wie dieser. Deshalb würde ich gerne einen kleinen Bericht beitragen.

1. Tag
Anreise, abends zusammen essen, danach lernte man sich etwas kennen und das Trainerteam erläuterte uns mal grob was die nächsten Tage so auf uns zukommen würde.

2. Tag
Es wurde erst mal Theorie gepaukt, Jürgen erklärte uns alle Manöver die in den nächsten Tagen auf uns zukommen würden und zwar von leicht auf schwierig.
Nach dem Unterricht besichtigten wir die beiden Landeplätze den Startplatz und beendeten das Training mit einem ersten Flug.

3. – 7. Tag
Jetzt ging es endlich über den See wo die ersten Klapper provoziert wurden und so manch einer wundert sich schon wie heftig seine Tüte drauf reagierte. Tag für Tag wurde das Training gesteigert, es wurde geklappt genickt, spiralt, gerollt, B gestallt und Fullgestallt was das Zeug hält und zwar so dass keiner der Teilnehmer über oder unterfordert wurde. Jürgen der im Boot saß hatte alles im Griff und man fühlte sich gut aufgehoben.

Nach dem Training setzte man sich zusammen um mit Hilfe von den aufgenommenen Videos die Flüge zu analysieren. Jürgen erklärte uns, auf Augenhöhe sehr klar und deutlich was an den Manövern gut und nicht so gut gelaufen ist und wie es das nächste Mal noch besser zu machen geht. Er sah aber auch jeden Furz den man im Gurtzeug ließ.
Ach ja, da war dann auch noch der GForce Trainer den wir zwischendurch besuchten. Dort simulierte man eine Steilspirale. Erst drehte jeder Mal eine Proberunde mit max. 3 G Belastung. Anschließend wurde mit dem eigenen Gurtzeug unter 3 bis 4 G Belastung die Rettung heraus gezogen, die natürlich so präpariert war, dass sie nicht davonflog und auf ging. Jeder merkte dann auch, dass es gar nicht so einfach war den Griff zu finden und sie unter dieser Spiralbewegung heraus zu ziehen.

Zum Abschluss konnte jeder noch mal den G Trainer bis Max 7 G beschleunigen und an seine körperliche Grenze gehen.

Fazit:
Es war ein sehr gelungenes Sicherheitstraining bei dem man sehr viel erlernt hat. Die Betreuung von 3 Trainern war einfach genial.

Die Christa am Startplatz war wie ein fleißiges Bienchen sie sauste herum legte die Schirme aus, sortierte Leinen, und ermöglichte so einen Reibungslosen Start. Immer mit einem Lächeln im Gesicht nahm sie einem die Nervosität und gab nebenbei noch so manch wertvollen Tipp.

Jürgen im Boot, der „Capitano“ mit seiner ruhigen sehr klaren Stimme leitete er die Manöver überm See und mit seiner unglaublichen Erfahrung entging ihm aber auch nicht die kleinste Kleinigkeit wo es noch etwas hakte. Man fühlte sich immer gut aufgehoben.

Alex der vom Landeplatz aus mit der Videokamera die Manöver filmte und uns am Funk bei der Landung begleitete. Es war ja nicht so, dass wir unbedingt Landehilfe gebraucht hätten, aber nach den Manövern war man teilweise so unter Adrenalin, dass es einfach angenehm war seine Stimme zu hören.

Der Kurs ist so aufgebaut, dass auch ein fortgeschrittener Flieger mitmachen und eine Menge lernen kann. Es ist jedem Gleitschirmpiloten, der so was noch nicht mitgemacht hat, zu raten dies mal zu tun.
Vom gemeinsamen Frühstück angefangen übers Abendessen bis ins Bett gehen war durchweg ein sehr angenehme positive Stimmung in der Truppe. Jeder half auch etwas mit, ob beim Kochen, auf und abräumen, Geschirrspülen oder was sonst noch so anfiel.
Es war ein wirklich toller Kurs bei dem auch Gott sei Dank das Wetter mit spielte. Ich möchte mich dafür, auch im Namen der anderen Teilnehmer bei Christa, Jürgen und natürlich unserem Alex ganz herzlich Bedanken. Es war bestimmt nicht mein letztes Sicherheitstraining.

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